Zum Hauptinhalt springen

Fine-Tuning vs. Prompting vs. RAG

Fortgeschritten

Wenn das Modell nicht das tut, was du willst, gibt es drei Hebel — und die Leute greifen zuerst nach dem teuren. Hier ist die Reihenfolge, die tatsächlich funktioniert.

Probiere in dieser Reihenfolge

1. Prompting — beginne immer hier

Klarere Anweisungen, Beispiele, eine Rolle, Ausgabe-Vorgaben (Prompting-Grundlagen). Behebt die Mehrheit der Probleme, kostet nichts extra und lässt sich sofort iterieren. Das meiste "das Modell ist schlecht in X" entpuppt sich als "der Prompt war vage".

2. RAG — wenn dein Wissen gebraucht wird

Wenn die Lücke in fehlenden oder aktuellen Informationen besteht (deine Dokumente, deine Daten, aktuelle Fakten), füge RAG hinzu. Hält Wissen aktualisierbar und zitierbar, ohne das Modell anzutasten.

3. Fine-Tuning — letztes Mittel, für Verhalten/Format im großen Maßstab

Fine-Tuning trainiert ein Modell auf deinen Beispielen weiter. Greife nur dann darauf zurück, wenn Prompting + RAG keinen konsistenten Stil, kein Format oder kein Aufgabenverhalten erreichen können und du viele hochwertige Beispiele sowie das Volumen hast, das es rechtfertigt.

Die Entscheidungstabelle

Dein ProblemGreife zu
Vage/falsche Ausgaben, falsches FormatPrompting
Kennt deine Daten nicht / braucht aktuelle InfosRAG
Braucht einen sehr bestimmten Stil/ein bestimmtes Verhalten, konsistent, im großen MaßstabFine-Tuning
Muss Aktionen ausführen(Nicht diese — das ist Tool-Nutzung/Agenten)

Warum die Leute es falsch machen

Fine-Tuning klingt nach "dem Modell etwas beibringen", also fühlt es sich wie die eigentliche Lösung an. Aber es ist die langsamste, teuerste, unflexibelste Option, es fügt kein frisches Wissen gut hinzu (das macht RAG), und es ist leicht, es schlecht zu machen. Schöpfe zuerst Prompting und RAG aus — Schritt 3 wirst du meist nicht brauchen.

:::tip Sie lassen sich kombinieren Ein starkes System ist oft ein guter Prompt + RAG für Wissen, wobei Fine-Tuning für einen eng umrissenen Verhaltensbedarf reserviert bleibt. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus. :::

Weiter