Kontextverwaltung
- /clear und /compact auseinanderhalten und sofort das Richtige wählen
- Die automatische Komprimierung verstehen und warum proaktives Leeren trotzdem besser ist
- Vier Techniken anwenden, um lange Sessions scharf zu halten
- Die Symptome eines vollen Kontextfensters erkennen und schnell beheben
Die Grundidee
Jede Session hat ein endliches Kontextfenster. Während es sich füllt, werden ältere Inhalte verdrängt und Claude kann anfangen, „abzudriften". Den Kontext bewusst zu verwalten ist das, was lange Sessions scharf hält.
Die zwei essenziellen Befehle
Zwei Befehle decken fast jede Situation ab. Der Trick besteht darin, den Befehl an deine Absicht anzupassen.
Entscheide mit einer einzigen Frage: Ist das eine neue Aufgabe oder dieselbe?
Automatische Komprimierung
Wenn sich der Kontext dem Limit nähert, kann Claude Code automatisch komprimieren, sodass die Arbeit ohne harten Stopp weitergeht. Es ist ein Sicherheitsnetz — aber zwischen Aufgaben proaktiv /clear zu nutzen liefert bessere Ergebnisse, als sich darauf zu verlassen.
- Behandle die automatische Komprimierung als Auffangnetz, nicht als Strategie. Zwischen nicht verwandten Aufgaben zu leeren hält den Kontext sauberer, als das Fenster vollaufen zu lassen, bis die automatische Komprimierung einsetzt.
Techniken, um effektiv zu bleiben
Über die zwei Befehle hinaus halten vier Gewohnheiten deinen Kontext von Anfang an schlank.
- Lass nicht einen ganzen Nachmittag nicht verwandter Arbeit in einen Kontext anhäufen.
- Übergib große Lesevorgänge an Subagenten — sie verbrauchen IHREN Kontext und geben nur die Schlussfolgerung zurück. Siehe /docs/claude-code/subagents.
- Verweise Claude mit @path auf Dateien, statt große Blöcke einzufügen, und halte CLAUDE.md schlank (siehe /docs/claude-code/claude-md).
- Eine Statusline, die die Kontextnutzung zeigt, verrät dir, wann zu komprimieren ist. Siehe /docs/claude-code/statusline.
Diese verweisen auf die Live-Dokumentation: Subagenten, CLAUDE.md und Statusline.
:::tip Symptom → Behebung
Wenn Claude anfängt, eine frühere Anweisung zu vergessen oder sich zu wiederholen, ist das Fenster wahrscheinlich voll. /compact (dieselbe Aufgabe) oder /clear (neue Aufgabe) behebt das meist sofort. Mehr in der Fehlerbehebung.
:::
- /clear wischt die Konversation für einen Neustart — nutze es für nicht verwandte Aufgaben
- /compact fasst die Session zusammen, um Platz zu schaffen — nutze es, um dieselbe Aufgabe fortzusetzen, wenn das Fenster voll wird
- Die automatische Komprimierung ist ein Sicherheitsnetz; proaktives /clear zwischen Aufgaben liefert bessere Ergebnisse
- Halte den Kontext schlank: eine Aufgabe pro Session, schweres Lesen an Subagenten delegieren, Dateien referenzieren statt einfügen und das Budget über eine Statusline im Auge behalten
- Vergessen oder Wiederholung bedeutet ein volles Fenster — /compact (dieselbe Aufgabe) oder /clear (neue Aufgabe) behebt es